Änderungsstand: 2025-07-13
Nun, Aspekte gibt es mehr als genug. Hier einige meiner eigenen Gedanken, warum ich endgültig Windows den Rücken kehrte und zu Linux wechselte:
Windows 11 steht massiv in meiner Kritik wegen:
- Zwang zur Anmeldung mit Microsoft-Konto (bei Home & Pro)
- Telemetrie auf mehreren Ebenen, darunter:
- Geräte-IDs
- Nutzungsverhalten
- App-Installationen
- Websuche über Bing/Cortana
- Werbe-IDs, die geräteübergreifend personalisierte Werbung ermöglichen
- OneDrive-Zwangsintegration inkl. Upload von Dokumenten
- Automatisches Nachladen von Werbung im Startmenü, Sperrbildschirm und Datei-Explorer
Fazit: Windows 11 ist für gezielte Werbeanalysen und -ausspielungen optimiert. Selbst bei „opt-out“ bleibt immer ein Minimum an Datenfluss bestehen. Microsoft erklärt das unter „verbesserter Benutzererfahrung“.
Unterm Strich heißt das:
Wenn Microsoft mein Konto sperrt – aus welchem Grund auch immer – habe ich keinen Zugriff mehr auf meine Daten, die sich bis dahin auf OneDrive befinden. Sie sind dann faktisch verloren, es sei denn, ich habe ein vollständiges, separates Backup. Die meisten Personen in meinem privaten Umfeld nutzen OneDrive – einige sogar, ohne es zu wissen, weil Windows ihre Ordner wie „Dokumente“, „Bilder“ oder „Desktop“ automatisch mit OneDrive synchronisiert. Aber nur zwei von ihnen machen automatische Backups ihrer Daten.
Zusätzlich muss ich bedenken: Da OneDrive-Server in den USA stehen oder US-Firmen gehören, gelten dortige Gesetze – insbesondere der CLOUD Act. Dieser erlaubt es US-Behörden (FBI, NSA usw.), auf Daten zuzugreifen, selbst wenn sie physisch in Europa gespeichert sind, solange der Anbieter (z. B. Microsoft) ein US-Unternehmen ist.
Auch die unter Donald Trump verschärften Überwachungsrichtlinien (z. B. Executive Order 12333, FISA 702) spielen hier hinein: Sie ermöglichen weitreichende Datenanalyse ohne richterlichen Beschluss, insbesondere bei Nicht-US-Bürgern.
Zusammengefasst:
- Keine Kontrolle über eigene Daten bei Konto-Sperrung
- Kein wirklicher Besitz – Microsoft kann Zugriff jederzeit verweigern
- US-Behörden können Daten einsehen, auch ohne Wissen oder Zustimmung
- Datensouveränität ist Illusion, wenn alles über OneDrive läuft
Linux-Alternativen im Vergleich
Kubuntu
- Ubuntu-basiert, mit KDE Plasma.
- Kein Datenversand ohne ausdrückliche Zustimmung.
- Canonical sammelt bei Ubuntu einige Diagnosedaten, aber: Ist opt-in (seit 20.04) und lässt sich komplett deaktivieren
Datenschutz: Gut, mit geringem Canonical-Telemetrie-Anteil
Bedienbarkeit: Sehr benutzerfreundlich, gute Windows-Alternative
Fedora
- Von Red Hat, sehr community-orientiert.
- Keine Telemetrie per Default
- Upstream-nahe, mit aktueller Software.
- SELinux für zusätzliche Sicherheit.
- Kein Interesse an Nutzerdaten – Fokus auf Privacy by Design.
Datenschutz: Exzellent
Bedienbarkeit: Etwas technischer, aber solide für Fortgeschrittene
Arch Linux
- Rolling Release, vollständig transparent.
- Kein Paket wird installiert, ohne dass du es selbst willst.
- Keine Telemetrie, keine Werbung, keine Hintergrundprozesse
- Absolute Kontrolle, aber du musst viel selbst einrichten.
Datenschutz: Perfekt (100 % unter deiner Kontrolle)
Bedienbarkeit: Nur für erfahrene Nutzer
.
Fazit: Was heißt das in Bezug auf Werbung und Daten?
| System | Werbedaten? | Telemetrie? | Eigene Kontrolle über die Daten? |
|---|---|---|---|
| Windows 11 | Ja | Viel | Kaum |
| Kubuntu STS | Nein | Wenig | Hoch (anpassbar) |
| Fedora | Nein | Keine | Sehr hoch |
| Arch Linux | Nein | Keine | Maximale Kontrolle |