Alles, was ich hier schreibe, ist natürlich rein subjektiv und basiert auf meinen eigenen Erfahrungen und Experimenten. Also keine wissenschaftliche Abhandlung – eher eine nerdige Abenteuerreise mit gelegentlichen WTF-Momenten, gepaart mit einer Prise Verdrängung unbequemer Wahrheiten (ich bin halt auch nicht frei von gelegentlicher Betriebsblindheit). 😅
Ich hatte mir vorgenommen, ein paar Linux-Distributionen auszuprobieren, die speziell fürs Zocken gedacht sind. Eigentlich war der Plan aber ein ganz anderer: Ich wollte mir Kubuntu so zurechtbiegen, dass es halbwegs gamingtauglich wird. Klingt einfach? Tja, denkste. Schon bei einer vermeintlich simplen Sache bin ich ins Stolpern geraten: Ich konnte meine zwei Monitore nicht getrennt skalieren. KDE und Wayland sollten das richten, wirken unter Ubuntu jedoch aktuell noch wie ein frisch zusammengewürfeltes Tanzpaar – da tritt sich einer schnell mal auf die Füße. Das war zumindest mein erster Eindruck.
Folgende Kandidaten habe ich für mich als Testkandidaten entdeckt:
| Distribution | Basis | Sonstiges | Mein erster Eindruck (Schulnote) |
| Bazzite | Fedora | Unveränderliche Distro! | 1 |
| CachyOS | Arch | 1 | |
| Nobara | Fedora | 1 | |
| PikaOS | Debian | Lies sich nicht installieren! | – |
| Nitrux | Debian (SID) | Unveränderliche Distro! | 2-3 |
| Siduction | Debian (SID) | 1 |
Mein Erfahrungsbericht mit diesen verschiedenen Linux-Distributionen
Bazzite
Nun, mein erster Testkandidat hat es vorerst geschafft – ich kann mich kaum noch davon trennen. Einmal installiert und eingerichtet, wirkt es sehr aufgeräumt, glänzt mit KDE Plasma und setzt auf die Wayland-Grafikplattform. Steam gestartet, Spiele auf der externen SSD eingebunden – und es läuft. Die Fedora-spezifischen Befehle im Terminal sind für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig, da ich bislang keinerlei Erfahrung mit Fedora hatte. Die täglichen Updates nerven zwar ein wenig, lassen sich aber zum Glück auf automatische Updates umstellen. Dass es sich um ein unveränderliches System handelt, ist für mich allerdings ein Ausschlusskriterium.
Hier geht’s zur Ersteinrichtung.
Derzeit teste ich verschiedene Spiele. Mal sehen, wann ich es endlich zu CachyOS schaffe. 2 Wochen hat’s gedauert 🙂 .
CachyOS
Ich installiere mir nun CachyOS auf einer externen NVMe und verwende es für die kommenden Wochen als meinen „Daily Driver“. Danach werde ich mich entscheiden, ob ich vielleicht noch weitere Distributionen teste oder ob ich bei meiner Auswahl bleibe und eine davon fest übernehme.
CachyOS lässt sich ebenfalls problemlos installieren. Im Gegensatz zu Bazzite musste ich bei CachyOS das Spielepaket selbst installieren. Dank des hervorragenden Wikis (https://wiki.cachyos.org/de/cachyos_basic/why_cachyos/) war das aber schnell erledigt. Ich habe folgende Befehle im Terminal ausgeführt:
sudo pacman -S cachyos-gaming-meta
sudo pacman -S cachyos-gaming-applications
Bei Audioproblemen, wie z. B. Unterbrechungen oder Störungen:
sudo pacman -S realtime-privileges
sudo gpasswd -a $USER realtime
Dann das System neu starten.
Anschließend noch die Proton-Unterstützung in Steam aktiviert – und das System war soweit vorbereitet. Alles Weitere wie Discord, Office etc. finde ich in der Software-App.
Insgesamt – wenn man davon absieht, dass man vieles selbst installieren muss – finde ich CachyOS einen Mini-Tick gelungener als Bazzite. Allerdings war das direkte Spielerlebnis unter Bazzite gefühlt etwas besser. Müsste ich zwischen diesen beiden wählen, würde mir die Entscheidung schwerfallen.
PikaOS
Offenbar keine Unterstützung für UEFI 64-Bit? Jedenfalls erscheint beim Start eine entsprechende Fehlermeldung. Ich habe das nicht weiter verfolgt – somit ein direkter Ausschluss für mich.
Nitrux
Das wäre eigentlich mein kleiner Favorit gewesen, da ich seit Jahrzehnten im Serverbereich mit Debian und Ubuntu arbeite. Es gibt allerdings einige kosmetische Dinge, die mir nicht gefallen haben – und ich hatte keine Geduld, das alles anzupassen. Konkret geht es mir um das entfernte apt-Paketverwaltungssystem und um das verwendete Layout (Maui-Shell ). Das Standard-Layout ist für mich – anders 🙂 . Natürlich kann man es individuell anpassen, aber ich möchte nicht auch noch als Designer auftreten, nur um mein System nach meinen Vorstellungen einzurichten. Hier wird der KDE-Wayland-Standard etwas anders interpretiert. Momentan möchte ich einfach nur meine kleine Testreihe zu Ende bringen. Das es sich auch hier um ein unveränderliches System handelt, muss noch erwähnt werden. Ich verlege Nitrux dementsprechend für mich nach hinten, schließe es aber noch nicht aus.
Nobara
Der erste Startversuch scheiterte kläglich – schuld war eine fehlerhafte ISO. Nach einem weiteren Download ließ sich Nobara dann aber problemlos installieren. Was sofort ins Auge sticht, ist die frappierende Ähnlichkeit zu Bazzite. Fedora versteht sein Handwerk – es bringt dieses schwer zu beschreibende Feingefühl mit, ein System nicht nur funktional, sondern richtig stimmig wirken zu lassen. Für mich als Fedora-Neuling bleibt trotzdem ein gewisses Bauchgrummeln. Ist das hier wirklich mein System? Und doch – Fedora mit KDE Plasma ist, nüchtern betrachtet, einfach großartig umgesetzt. Schnell, durchdacht, und optisch ein Leckerbissen.
Hier das Ergebnis:
https://knilixso.wordpress.com/nobara-gaming-ersteinrichtung/
Fazit: Entscheidung >vorerst< gefallen
Nachdem ich nun schon einige Tage intensive Tests durchführen konnte, stellt sich für mich die Frage: Bazzite, CachyOS oder Nobara? PikaOS und Nitrux sind in der Vorrunde bereits aus diversen, zuvor genannten Gründen ausgeschieden.
Kurz gesagt:
Bazzite
Ideal, wenn ich etwas „Fertiges“ mit stabilem Support möchte, ohne viel anpassen zu müssen. Diese Distribution liegt bei meiner Endauswahl ganz weit vorn.
CachyOS
Die bessere Wahl, wenn ich ein flexibles System suche, das ich nach meinen Vorstellungen gestalten kann. Allerdings hat sich das Spielerlebnis unter Bazzite etwas „runder“ angefühlt. Deshalb habe ich mir noch eine weitere Distribution angeschaut:
Nobara Linux (derzeit Version 41)
Die Arbeitsweise wirkt auf den ersten Blick nahezu identisch mit der von Bazzite – vertraut und angenehm. Ich fühle mich hier eigentlich wohl. Doch sobald das Wort eigentlich ins Spiel kommt, weiß man: Da brodelt noch etwas im Hintergrund.
Dass ich die Fedora-spezifischen Befehle noch nicht aus dem Effeff beherrsche, sehe ich nicht als Stolperstein. Das ist nur eine Frage der Zeit – Learning by Terminal, quasi.
Gesamteindruck nach fünf Wochen Testzeitraum:
Zocken unter Fedora fühlt sich für mich einen Tick geschmeidiger an als unter Arch – wobei ich fairerweise zugeben muss, dass meine Arch-Erfahrung hierbei auf CachyOS begrenzt ist. Aber hey, so ist das Leben: Man muss sich nicht jedes Mal die komplexen Abkürzungen geben, um glücklich zu sein. Für die kommenden Wochen wird Nobara definitiv mein Daily Driver. Und um ehrlich zu sein? Mit diesem System könnte ich mir wirklich vorstellen, Windows 11 endgültig den Rücken zu kehren. Das ist keine leere Drohung – das könnte tatsächlich passieren.
Für welche Programme müsste ich mir eine Alternative suchen – und was läuft schon problemlos?
- VBA-Programmierung in Excel:
Dafür würde ich einfach eine Windows-11-VM unter Proxmox laufen lassen. Damit bin ich flexibel, falls’s mal nötig ist. - Audials One:
Da hab ich bisher noch keine Alternative gefunden – oder besser gesagt – ich hab noch nicht wirklich danach gesucht. - Videoschnitt:
Kein Thema – da gibt’s mittlerweile genug gute Alternativen unter Linux. - Bildbearbeitung:
Ebenfalls kein Problem. Auch hier ist die Auswahl groß genug, um gut klarzukommen. - Webdesign:
Läuft sowieso komplett online – also alles easy. - Serveranbindung & Freigaben:
Läuft reibungslos. Da gibt’s nix zu meckern. - Discord:
Funktioniert tadellos. - Meine Steam-Games:
Bin ich gerade noch fleißig am Durchtesten – aber bislang sieht das ziemlich vielversprechend aus.
Mehr fällt mir im Moment nicht ein – aber Stand jetzt sieht’s echt so aus, als ob ich bald dauerhaft auf Windows verzichten könnte.
Trotz allem bin ich noch nicht am Ziel angekommen. Eine letzte Herausforderung wartet noch. Was das genau sein wird? Tja, das präsentiere ich jetzt.
Ubuntu mit KDE und Wayland
(Ich habe es zu diesem Zeitpunkt irgendwie verdrängt, dass ALLES nur auf einem veraltetem Kernel und einer veralteten KDE-Plasma-Version zurückzuführen war)
Also – – ab hier nur meine damalige Erfahrung – -> alles wurde am Ende anders!
Mein Anfangsproblem, noch einmal neu angegangen. Zu Beginn machte mir Kubuntu ziemliche Sorgen, vor allem, weil ich meinen Desktop nicht so einrichten konnte, wie ich mir das vorstellte. Es gab dieses ständige Hin und Her mit KDE und Xorg, und auch mit Wayland lief es irgendwie nicht rund. Mein größtes Problem: Ich konnte meine zwei Monitore nicht getrennt voneinander skalieren. Warum auch nicht? Wenn’s sowieso nicht klappt, kann man ja erstmal einfach tief durchatmen und das Ganze zur Seite legen, um später nochmal darauf zurückzukommen. Genau das habe ich dann auch gemacht.
Der Gedanke, eine Ubuntu-Server-Version zu nehmen und sie dann nach meinem Gusto zu modifizieren, war plötzlich der neue Plan. Ich bastle mir meine eigene, maßgeschneiderte Ubuntu-Gaming-Plattform zusammen – und wer weiß, vielleicht wird’s ja die perfekte Mischung aus Chaos und Gaming-Glück.
Aufgrund diverser Probleme befinde ich mich weiterhin im Dauerzustand „Testlabor aktiv“. So langsam stellt sich die Gretchenfrage: Wandere ich endgültig ins Nobara-Lager aus oder adoptiere ich eine AMD-Grafikkarte und schicke meine Nvidia 4070 Super in den wohlverdienten Ruhestand – besser bekannt als „so gut wie neu“ bei Kleinanzeigen?
Linux ist ein ungeschliffener Diamant – strahlend schön, aber manchmal messerscharf an den Kanten. Ich hab große Visionen: Mein System soll ein technomagisches Kunstwerk werden, halb Sci-Fi, halb Zauberstab. Doch wenn schon die Hardware-Zusammenstellung rumzickt wie ein RAID-Controller mit Monday-Blues, dann fällt die Motivation schneller als die FPS in einem schlecht gepatchten DXVK-Proton-Mix.
Nach drei Tagen intensiver Feldforschung – Codename: Projekt Ubuntu + KDE + Wayland + Nvidia – habe ich schweren Herzens (und leicht genervt) beschlossen, das Ganze vorerst auf Eis zu legen. Spoiler: KDE, Wayland und Nvidia verstehen sich auf Ubuntu ungefähr so gut wie Vim-Neulinge und der :wq-Befehl.
Ein Gedanke keimt auf, fast wie ein Cronjob um Mitternacht: Warum überhaupt Ubuntu, wenn’s im Herzen doch eh nur Debian mit Marketing ist?
Kann ich nicht gleich zur Quelle gehen? Direkt zu Debian? Weniger Bling, mehr Kontrolle. Und vermutlich weniger Snap-Trauma.
Challenge accepted.
Debian mit KDE und Wayland
Logbucheintrag #42:
Subjekt: Debian-Installation. Status: Stabilisiert.
Debian – stoisch, minimalistisch und mit der charmanten Hartnäckigkeit eines Sysadmins im Urlaub – hatte sich zunächst standhaft geweigert, sich überhaupt installieren zu lassen. Schuld war, wie so oft, meine 4070 Super. Auf dem Papier ein Grafikmonster, unter Linux jedoch eher der Endgegner im Early Game. Der Versuch, Debian mit Nvidia ans Laufen zu bringen, war… sagen wir mal: lehrreich. Auf eine Weise, wie es nur Linux kann – mit einer Mischung aus Hoffnung, Frickelei und der stillen Frage „Wäre Windows wirklich so schlimm?“
Fazit: Es war eine Erfahrung. Eine, die ich nicht freiwillig noch einmal mache.
Auch Siduction, die auf den ersten Blick vielversprechende Debian-Derivat-Variante, konnte an dieser Realität nichts ändern. Ja, sie rollt Updates. Ja, sie hat Style. Aber auch sie scheitert kläglich an der unheiligen Dreifaltigkeit: Debian –> KDE + Wayland + Nvidia.
Funktion? Nein.
Freude? Auch nicht.
Stabilität? Naja… immerhin sehe ich den Login-Screen.
Es bleibt dabei: KDE-Wayland und Nvidia verhalten sich unter DEB-basierenden Systemen wie zwei Exen, die sich zufällig bei startx begegnen.
Man spricht sich nicht, man schaut sich schief an – und am Ende geht einer offline.
Hier wird das nächste Chaos beschrieben:
https://knilixso.wordpress.com/debian-gaming-einrichtung/
Logbucheintrag #43 (Fazit nach 6 Wochen):
Subjekt: Nobara & Bazzite. Status: Hoffnungsvoll optimistisch – mit Sicherheits-Schnappschuss.
Nach einer langen, nervenaufreibenden Odyssee durch die Weiten des Linux-Universums – voller Debian-Derivate, Wayland-Wirrungen und Nvidia-Nervenzusammenbrüche – scheint sich nun ein Hoffnungsschimmer am Horizont abzuzeichnen: Nobara & Bazzite.
Ja, richtig gelesen. Zwei Fedora-Derivate mit Gaming-Fokus, guter Wayland-Kompatibilität und Entwicklerteams, die scheinbar selbst schon ein paar Mal gegen den Nvidia-Endboss angetreten sind – und gewonnen haben.
Diese Systeme begeistern mich. Und das will nach dieser Odyssee wirklich etwas heißen. Es sind zwei der wenigen Distributionen, die nicht nur laufen, sondern dabei auch noch richtig Laune machen. Schnell, aktuell, clever vorkonfiguriert – fast zu gut, um wahr zu sein.
Nobara oder Bazzite – wird eines davon mein neues Betriebssystem?
Wir werden sehen. Aber da ist etwas, das sich gut anfühlt. Vielleicht ist es Hoffnung. Vielleicht einfach nur die Erleichterung, dass der Login-Screen ohne Drama erscheint. Für den Moment reicht mir das.
Nach mehreren Wochen intensiver Feldforschung im Dschungel der Linux-Distributionen hat sich Nobara als mein persönlicher Endgegner der Stabilität und Benutzerfreundlichkeit herauskristallisiert.
Sie ist wie der Mandalorianer unter den Distros: technisch versiert, ziemlich stylisch – und sie funktioniert einfach. Meine Testreihen? Episch. Mein Fazit? Nobara bleibt.
Und was wäre, wenn ich plötzlich eine AMD-Grafikkarte einbaue?
Tja, dann würde ich wohl auf Siduction (bin noch am Testen, aber Siduction hat versagt!) umsteigen – ganz klar! Warum? Weil das quasi mein digitales Mutterschiff ist. Debian und ich, wir sind wie Frodo und Sam: durch dick und dünn, durch Paketabhängigkeiten und Kernel-Patches. Da kenn ich jede Ecke, jedes versteckte Config-File. Es ist wie nach Hause kommen, nur ohne den Internet-Ausfall.
ABER… dramatische Musik setzt ein…
Nach epischen Testreihen, die eher an ein AAA-Spielentwicklungsprojekt als an gewöhnliches Distro-Hopping erinnern, muss ich gestehen: Ich würde mittlerweile wahrscheinlich doch Nobara nehmen.
Warum? Weil’s läuft. Weil’s polished ist. Und weil es irgendwie das Arch Linux der Bequemlichkeit ist – mit AMD-Treiber-Feng-Shui inklusive.
Nach 10 Wochen Distrohopping habe ich mich endgültig für Ubuntu 25.04 an meinem Haupt-PC entschieden. Keine LTS-Version? Natürlich so gewollt und überhaupt kein Problem – alles funktionierte wie auf Schienen, ebenso bei Fedora, das ja auf meinem Laptop heimisch ist. Windows trauere ich keine Sekunde hinterher. Der Wechsel kam aber definitiv durch Microsofts firmenpolitisches „Spielchen“ und Gabe Newells Initiative, Linux zu zocken – quasi der „Haxor“-Gott unter den Spielern, der die Szene revolutioniert hat.
Betrachte ich Kubuntu und Fedora, frage ich mich ernsthaft: Ist es wirklich so wichtig? Aus technischer Sicht ist es doch völlig egal, welche Distribution man verwendet. Aber wenn wir schon über Firmenpolitik reden, dann könnte man sich tatsächlich fragen, ob man wirklich beide auf einem Haufen haben will. Vielleicht sollten ich den Mut fassen und den Weg zur Freiheit einschlagen – hin zu Opensuse oder Siduction. Bei diesen „Schülerdistributions“ der Linux-Welt hat man nicht nur Updates auf Knopfdruck, sondern auch mehr Freiheit als im Open-Source-Mekka selbst.
Ja, das Entwicklerteam von Siduction ist so unauffällig wie ein Nerd in einer Hacker-Clique – aber vielleicht wird sich das ja noch ändern. Ich behalte das auf jeden Fall im Auge. Ich mag diese Distro sehr, aber leider war sie während meines Testzeitraums etwas verbuggt. Da ich noch weitere Distros testen wollte, muss ich zugeben, dass Siduction bei mir zu dem Zeitpunkt technisch durchgefallen war.
Ich habe das Jahr über geplant wie ein Ingenieur bei einer Space-Shuttle-Mission. Und gegen Ende des Jahres werde ich Opensuse testen – quasi als den großen Testflug, um zu sehen, ob diese Distribution durchhält. Wenn ich damit fertig bin, gibt es für Siduction die große Chance – der zweite Versuch, wie in einem spannenden Finale von „The Wire“.
Wird alles reibungslos verlaufen? Na, hoffentlich! Wurden die Fehler, die ich entdeckt habe, bis dahin behoben? Oder schaffe ich es, die vermeintlichen Fehler zu korrigieren? Dann könnte es mit einer großen Wahrscheinlichkeit mein neues Lieblingssystem werden – nicht auf dem Laptop, sondern auf meinem PC! Ein vollwertiges Hauptsystem für den ernsthaften Einsatz!
Ein halbes Jahr später…
Kubuntu 25.04 STS winkt schon langsam zum Abschied, und 25.10 steht in den Startlöchern wie ein überdrehter Sprinter beim 100-Meter-Lauf.
Eigentlich habe ich null Ambitionen, mein Kubuntu abzulösen – läuft stabil, sieht schick aus, macht Kaffee (ok, fast). Aber: die Distro-Neugier schläft nie.
Gerade jetzt, wo die Wintermonate mit Glühwein und Kuscheldecke anrollen, packt mich wieder der innere Distro-Hamster: „Los, installier! Test mich! Du willst es doch auch!“ Und naja… er hat recht. Also warum nicht mal wieder eine kleine Testreihe starten?
Zur Erinnerung: Ich suche keinen Ersatz für Kubuntu – dafür gibt’s null Grund. Aber hey, vielleicht gibt’s neue Features, die vor sechs Monaten noch nicht da waren, oder irgendeine Distro rennt plötzlich wie Sonic auf Energy Drinks.
Ach ja: Inzwischen läuft bei mir AMD. Die Nvidia-Karte hab ich verkloppt – wahrscheinlich wird sie jetzt irgendwo als Heizlüfter zweckentfremdet.
Meine Shortlist für die Winter-Spielwiese:
- CachyOS (Arch-basiert) → „btw, I use Arch“ – nur ohne Terminal-Yoga für drei Tage.
- Nobara (Fedora-basiert) → Fedora auf Gaming-Steroiden. Sogar Proton fühlt sich hier zuhause.
- Bazzite (Fedora-basiert) → Fedora im Gamer-Outfit. Quasi der Battle Pass unter den Distros.
Am meisten reizt mich hierbei Bazzite – das System ist unveränderlich, und die Welt in diesem Fedora-Universum funktioniert ein bisschen anders, bringt dafür aber einen stabilen Hintergrund mit. Fast wie ein Fedora im Samtmantel: elegant, stabil – und trotzdem ein bisschen eigenwillig.
Nobara als Fedora-Ableger finde ich auch immer wieder interessant. Etwas flexibler, etwas spielerischer – wie der kleine Bruder, der einem heimlich die Chips klaut. 😏
Und dann ist da CachyOS… oh boy. Jedes Mal, wenn ich denke „alles läuft“, kommen 100 Updates durch, und gefühlt das 101. Update schmeißt alles über den Haufen – die Butter ist braun, die Katze beleidigt, das System meckert. 😅
Eigentlich sollte man da die Finger von lassen, aber nein… trotzdem zieht es mich immer wieder dorthin. Wie ein magnetischer Spielplatz für Nerven und Geduld.